Das Festival findet auf dem Grünhof statt, einem wunderschönen Bauernhof, der mitten in den Feldern des nordhessischen Berglandes liegt. Organisiert wird das Musikschutzgebiet vom gemeinnützigen Musikschutzgebiet e.V., der sich der Förderung von Musik und Kunst im Raum Nordhessen verschrieben hat.
Der Musikschutzgebiet e.V. vereint 25 ehrenamtliche Mitglieder, bis zu 100 freiwillige Helfer sowie dutzende Partner und Kulturförderer in einem breiten sozialen Netzwerk. Beim MSG, kann man immer wieder Bands entdecken, bevor sie den großen Durchbruch schaffen. So spielten dort schon die Kölner Straßenmusiker ANNENMAYKANTEREIT und die Österreicher BILDERBUCH, die mittlerweile deutschlandweit riesige Konzertsäle ausverkaufen.
Das Kasseler Star-Duo MILKY CHANCE veröffentlichte 2013 am Tag des Auftritts auf dem Grünhof sein Album. Auch 2017 steht wieder ganz im Zeichen der Newcomer – so stehen schon nach der ersten Ankündigung mit den Hamburger Post-Punkern DER RINGER und den Kieler LEONIDEN zwei der vielversprechensten deutschen Bands des Jahres auf dem Line-Up.
Während große Festivals versuchen sich gegenseitig mit astronomischen Künstlergagen und großen Namen zu übertrumpfen, taucht das Team des MSG tief in unterschiedliche Musikszenen ein und findet die musikalischen Perlen von morgen. Das Verständnis von Qualität bewegt sich dabei fernab von Genregrenzen oder anderen Banalitäten. Nur wenige vergleichbare Festivals verfügen über eine derartige musikalische Bandbreite. Auf dem Grünhof mischt sich Indie-Rock mit Electro, Hip-Hop, Punk, Funk, Hardcore, Folk und alles anderem, was gefällt. Junge regionale Bands treffen auf nationale wie internationale Hochkaräter.
Neben der Musik ist das Musikschutzgebiet auch Plattform für junge Kunstschaffende, die das Festivalgelände nach eigenen Vorstellungen gestalten; sei es mit Illustrationen oder Lichtinstallationen. Das Musikschutzgebiet ist mit seinen Veranstaltungen und dem Festival ein notwendiges Forum alternativer Jugendkultur fernab von urbane Strukturen.
Die Idee, ein Festival auf dem Bauernhof seiner Eltern zu veranstalten, hatte Hubertus Nägel 2003, damals als Student. Im städtischen Umfeld wuchs gemeinsam mit einigen Freunden der Wunsch, ein Musikfestival im ländlichen Raum zu organisieren. Die Premiere im Jahr 2004 stellte sich als gelungene „Generalprobe“ heraus und so entschied sich das junge Musikschutzgebiet-Team, Strukturen für die Zukunft zu schaffen, um dauerhaft im Schwalm-Eder-Kreis präsent zu sein. 2005 gründeten sie den Musikschutzgebiet e.V., einen gemeinnützigen Verein, der sich mit der regionalen Förderung und kulturellen Arbeit im Bereich von Musik und Kunst beschäftigt. Im dreizehnten Jahr vereint der Musikschutzgebiet e.V. 25 Vereinsmitglieder und rund 100 ehrenamtliche Helfer. Die Vereinsmitglieder mit Wurzeln in Nordhessen leben inzwischen über ganz Deutschland verstreut, fühlen sich der Region aber weiterhin verpflichtet. Der Verein gewann 2009 den Hauptpreis des Wettbewerbs „Hier zählt das Wir“, der von der Firma „Milford“ und dem Fernsehsender ProSieben ausgeschrieben wurde. Zudem zeichnete der Landrat des Schwalm-Eder-Kreises den Verein mit einem Ehrenpreis 2011 für sein beispielhaftes Engagement aus.
Über das Musikschutzgebiet-Festival hinaus engagiert sich der Verein mit Veranstaltungen und Partnerschaften ganzjährig in vielen kulturellen und sozialen Bereichen. Teil des lokalen Partnernetzwerks sind u.a. Initiativen wie anorak21 e.V., dem Projekt Gewalt geht nicht oder der Kasseler Skateboardverein Mr. Wilson.
Die Veranstaltungen des Musikschutzgebiet e.V. bieten nicht nur jungen motivierten Musikern eine Bühne, sondern sind ebenso Plattform für junge Künstler und ihre Kunstwerke. Das Team des Musikschutzgebiet e.V. schafft die wirtschaftlichen Voraussetzungen und stellt kostenlos Ausstellungsorte zur Verfügung.
Der ehrenamtlich operierende Musikschutzgebiet e.V. bietet zudem interessierten jungen Leuten zudem die Möglichkeit, in Form eines Praktikums Einblick in die gesamte Organisation eines Festivals zu bekommen und fördert so die Eigeninitiative junger Menschen. Jährlich wird greifbar, wie Visionen mit Tatkraft, Engagement und der nötigen Portion Spaß in die Realität umgesetzt werden können.
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